Christlich Demokratische Union Deutschlands
 
     
     
 

Neujahrsempfang der CDU Neuostheim / Neuhermsheim und CDU Oststadt / Schwetzingerstadt

Bereits zum dritten Mal fand Ende Januar der gemeinsame Neujahrsempfang der CDU Neuostheim / Neuhermsheim und Oststadt / Schwetzingerstadt statt. Hauptredner in diesem Jahr war der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, Herr Christian Schad. Stadtrat Steffen Ratzel konnte dazu zahlreiche Gäste in der Bundeswehrakademie in Neuostheim begrüßen. Der Neujahrsempfang sollte diesmal Gelegenheit bieten, sich mit der Bedeutung christlicher Werte für unsere Gesellschaft und Politik zu befassen. In seinen einleitenden Worten legte Steffen Ratzel dar, wo aus seiner Sicht die Politik der CDU von christlichen Grundüberzeugungen geprägt sein sollte. So hielt er es für unverzichtbar, dass die CDU die Familie als Keimzelle der Gesellschaft in besonderer Weise schützt und unterstützt. Demnach sollten alle von den Menschen frei gewählte Lebensformen akzeptiert, die Familie jedoch besonders gefördert werden. Zudem müsse die Union der Garant für die Achtung des Subsidiaritätsprinzips sein und darauf achten, dass der Einzelne zunächst für sich selbst verantwortlich sei und der Schutz des Staates erst dann gewährt werde, wenn er wirklich erforderlich sei. Ansonsten würde z.B. der Sozialstaat überfordert und die wirklich Bedürftigen wären die Leidtragenden.

 

Kirchenpräsident Christian Schad hob in seiner Rede die Bedeutung des Christentums für die Länder Europas hervor. Kein europäischer Staat habe nicht zumindest eine über 1000 Jahre durch das Christentum geprägte Geschichte. Gleichwohl gäbe es in allen europäischen Staaten eine lange jüdische und muslimische Tradition, die die Kultur bereichert hätten. Das christliche Menschenbild, das von der Einzigartigkeit des Menschen ausgehe, sei die Grundlage für die Überzeugung der modernen Verfassungsstaaten, dass die Würde jedes Menschen unantastbar sei. Zugleich trat er dafür ein, dass die im Grundgesetz gewährte Religionsfreiheit nicht nur bedeuten dürfe, dass jeder entscheiden könne, ob er religiös sein wolle oder nicht. Entscheidend sei auch, dass die Ausübung der Religion auch praktisch möglich sei und nicht behindert werde. Toleranz sei diesbezüglich von überragender Bedeutung, beinhalte aber keinen Freibrief für intolerante Ideologien oder Religionen, so der Kirchenpräsident.

 

Der CDU-Stadtrat und Landtagskandidat Claudius Kranz hob in seinem Grußwort die christlichen Kindergärten hervor, die ihren Beitrag zur christlichen Erziehung von Kindern leisten und damit einen Wertekanon vermittelten, der für unsere Gesellschaft von hoher Bedeutung sei. Claudius Kranz warb dafür, dass insbesondere beim Handeln in der Politik ethische Grundsätze unserer abendländisch-christlichen Kultur Beachtung finden sollten. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein gemütlicher Stehempfang, bei dem intensiv über das Thema des Abends gesprochen und diskutiert wurde.

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